Lexikon der Filmbegriffe

form cut

Der form cut ist ein Sonderfall des match cut: Man versteht darunter eine Folge zweier Einstellungen, die so gestaltet sind, dass an Stelle eines Objekts oder Akteurs in der einen ein anderes Objekt oder ein anderer Akteur in der anderen auftritt. Die graphische Ähnlichkeit überlagert sich mit der gegenständlichen Diskontinuität. Ein berühmtes Beispiel für eine ganze Sequenz aus form cuts ist eine Szene aus Vsvolod Pudovkins Mat (Die Mutter, UdSSR 1926), in der er marschierende Arbeiter mit Aufnahmen der Eisschollen auf einem Fluss verbunden hat, als Symbol für die Energie der nicht aufzuhaltenden Revolution. Als Mittel des filmischen Vergleichs wird der form cut häufiger eingesetzt, wenn etwa die Umtriebigkeit der Menschen in einer Fabrik mit der von Bienen im Bienenstock parallelisiert wird.

Referenzen:

match cut


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: HJW


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