Lexikon der Filmbegriffe

Free Cinema

Das Free Cinema wurde getragen von einer kleinen Gruppe von Filmkritikern und -regisseuren, die in der filmtheoretischen und -kritischen Zeitschrift Sequence und später in der Sight and Sound geschrieben hat. Lindsay Anderson (der Kopf und Urheber der Bewegung), Karel Reisz und Tony Richardson forderten ein sozialdokumentarisches Kino, das sich den Problemen des Alltags vor allem der Arbeiterklasse zu stellen habe. Die Programmatik des Free Cinema wurde in der kurzen Phase des kitchen sink films in einer ganzen Reihe von Spielfilmen umgesetzt.
Free Cinema
in einem engeren Sinne war zunächst der Titel von sechs Programmen, die zwischen 1956 und 1959 im englischen National Film Theatre liefen, und wurde danach zum Namen einer Bewegung, die in der Tradition der britischen Dokumentarfilmbewegung der 1930er bis 1940er Jahre stand (John Grierson, Paul Rotha, Humphrey Jennings u.a.).


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: HJW


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