Lexikon der Filmbegriffe

Kohäsion

Kohäsion ist ein Bindungseffekt, der die Elemente eines Textes zusammenhält. Er basiert auf einem Netz semantischer Beziehungen. Insbesondere sind dies Beziehungen der Identität, der Similarität und der Kontiguität, wobei man die letztere weiter differenzieren kann (Kausalität: etwas im einen Bild bewirkt etwas im anderen; Spezifikation: etwas gibt einen besondereren Hinweis als das andere; Situierung: etwas zeigt den Rahmen, in dem das andere steht; Integration: zwei Elemente gehören zu einer übergeordneten Einheit, etwa einer Handlung). In der filmischen Organisation der Kohäsion spielt Kontinuität eine zentrale Rolle, weil die Diskontinuität des visuellen Materials fast immer als störend empfunden wird und oft nur in der Artikulation von Kontrasten, Widersprüchen und Oppositionen auch der Struktur des Dargestellten korrespondiert. Die alte Frage, wie der „rote Faden“ beschaffen sei, der die verschiedenen Bilder durchzieht und sie als Darstellung eines darunterliegenden Zusammenhangs begreifbar macht, verweist auf Einheiten des Denkens und auf stoffliche Größen. 
 

Referenzen:

Kontinuität

plot hole

semantische Dichte


Artikel zuletzt geändert am 07.02.2012


Verfasser: HJW


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