Lexikon der Filmbegriffe

Komposit-Fotographie: Unsichtbarkeit

In der Regel geht das Bemühen um synthetische Bilder dahin, den Prozess der Bildsynthese zu verbergen und das Resultatbild der Bearbeitung als „virtuelles Foto“ einer vorfilmischen Szene erscheinen zu lassen. Das Resultatbild soll also als „realistisches Bild“ erscheinen (seamless effect). Synthetische Bilder münden in die Herstellung einer kompakten Realitätsillusion: Das synthetische Bild stellt einen einheitlichen vorfilmischen Raum dar, der so allerdings nie existiert hat. Je realistischer oder sogar naturalistischer der Eindruck ist, der durch die Synthese hervorgerufen wird, als desto gelungener gilt das Bild. Nicht aus Zufall spricht man vom Filmtrick – die Realitätsillusion des synthetischen Bildes basiert auf einer Wahrnehmungstäuschung


Artikel zuletzt geändert am 31.07.2011


Verfasser: JH


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