Lexikon der Filmbegriffe

L.C. Concept

auch: L.C. Concept Digital Sound

Das digitale Tonsystem L.C. Concept wurde 1991 in Frankreich von Pascal Chedeville entwickelt. Es funktionierte ähnlich wie das heutige DTS-System. Als Datenträger wurden wiederbeschreibbare 5-1/4" magneto-optische Disketten verwendet, die 300MB Speicherplatz hatten. Mittels des Musicam-Kompressionsverfahrens (Kompressionsfaktor: 6:1) konnten bis zu drei Stunden Filmton im 5.1-Format aufgezeichnet werden. Im französischen Sprachraum waren ca. 20 Kinos mit dem System ausgestattet. Es wurden zwar um die 30 Filme mit L.C.-Concept-Ton veröffentlicht (darunter Cyrano de Bergerac, 1991, L‘Amant, 1991, Basic Instinct, 1992, und Free Willy, 1994), doch scheiterte das System daran, dass es keine Unterstützung von den großen Firmen bekam. Chedeville erhielt 1995 den Academy Award für technische Errungenschaften zugesprochen.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH HES


Zurück