Lexikon der Filmbegriffe

made-for-TV movie

auch: Made-for, Made-for-TV, Movie of the Week

Seit 1948 hatten die amerikanischen Fernsehnetze neben den Serien sogenannte anthology dramas in ihr Programm aufgenommen – dabei handelte es sich um meist 60minütige, in sich abgeschlossene und live gespielte Spielhandlungen, die von den Fernsehsendern selbst produziert wurden. 1954 schlossen die Disney Studios mit dem Sender ABC einen Vertrag ab, in dem sie sich für die Lieferung von Cartoons, Naturdokumentationen und Spielserien wie Davy Crockett verpflichteten – damit war damit die jahrelang gepflegte Abschottung zwischen Fernsehsendern und Major Studios aus Hollywood gebrochen. Die Studios Warner Brothers, Metro-Goldwyn-Mayer und Twentieth Century Fox zogen bald nach und lieferten den Fernsehanstalten preiswertes, in der Art von B-Filmen produziertes fiktionales Material: Fernsehserien auf der Basis erfolgreicher Kinofilme und TV-Versionen von Kinohits. 1961 startete die NBC einen Programmplatz Saturday Night at the Movies und strahlte den Spielfilm Wie angelt man sich einen Millionär (1953) aus – sie markierte damit den Beginn der Fernsehauswertung erfolgreicher Kinofilme. Daneben entstand in den großen Studios eine eigene Produktion von Spielfilmen für die Fernsehnutzung. Der ABC-Reihentitel Movie of the Week (ab 1969) gab der Gattung ihren Namen.

Referenzen:

anthology drama

anthology series

TV-Spielfilm


Artikel zuletzt geändert am 09.03.2014


Verfasser: HJW


Zurück