Lexikon der Filmbegriffe

Stroboskop

griech. strobiloV́=Wirbel, Kreisbewegung; skopev =betrachten

Im Duden-Fremdwörterbuch von 1990 ist „Strobolight .... schnell u. kurz grell aufleuchtendes Licht“; aus Diskotheken bekannt; zu photographischer Mehrfach-Belichtung geeignet, nicht notwendig periodisch. Stroboskop ... 1. Gerät zur Bestimmung der Frequenz schwingender od. rotierender Systeme, z. B. der Umlaufzeit von [Plattenspieler-] Motoren ... 2. Gerät zur Sichtbarmachung“ eigentl. Synthese„von Bewegung (zwei gegenläufig rotierende Scheiben“, S1 u. S2 ,“von denen die eine Schlitze od. Löcher, die andere Bilder trägt; ...)“; ein „Vorläufer des Films“. Phasen-Bilder werden in rascher Folge einzeln dargeboten; einem Spiegel zugewandt können sie sich auf der Rückseite der darbietenden Lochscheibe befinden. Die Spiegel-Variante findet sich bei J.M. Plateau (Brüssel 1832), der das von Liesegang 1926 als „Lebensrad“ bezeichnete Gerät Phänakistiskop (heute meist: Phenakistiskop) taufte, und S. Stampfer (Wien 1832), der auf den Namen Stroboskop verfiel. W.G. Horner 1834 ersetzte S1, S2 durch Außen- und Innenwand eines Hohlzylinders; auch seine „Wundertrommel“ (Daedaleum; Zoetrop; Tachyskop, im Berliner Volksmund Kientopp) ist ein Stroboskop. 
 

Referenzen:

Anorthoscope

Daedaleum

Daumenkino

Phenakistiskop

stroboskopische Erscheinungen

Tachyskop

Zoetrope


Artikel zuletzt geändert am 21.01.2012


Verfasser: HKA


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