Lexikon der Filmbegriffe

THX

1977 schuf George Lucas mit Star Wars einen der ersten Spielfilme in Dolby Stereo. Das Ergebnis war in Bild, Ton und den Effekten atemberaubend. So aufwendig die Tonmischung aber war, spielten die meisten Kinos den Film zwar stereophon ab, verdarben den Sound aber mit schlechten Lautsprechern und bescheidener Raumakustik. Lucas‘ Toningenieur Tomlinson Holman legte deshalb Spezifikationen für Lautsprecher, Verstärker und Kinoakustik fest. Das Ergebnis seiner Arbeit bekam 1982, zum Start von The Return of the Jedi, das Kürzel THX. Kinos, die sich mit dem THX-Logo schmücken wollen, müssen ihre Tonanlage diesen Standards entsprechend ausrüsten und jährlich die Technik überprüfen lassen.
THX ist heute ein Art Gütesiegel für optimalen Sound. Der nach den THX-Richtlinien abgemischte Ton ist voll kompatibel zu Dolby Surround und funktioniert mit allen Dolby-Surround-Quellen. Es bedarf keiner speziellen THX-Software. Aber: Will ein Hersteller seine Produkte mit dem THX-Logo versehen, müssen diese genau definierten Anforderungen erfüllen, welche Filmemacher George Lucas und sein Toningenieur Tomlinson Holman – die Erfinder von THX – festgelegt haben. Die Umrüstung eines Kinos zum THX-Standard ist sehr aufwendig: Es werden spezielle Lautsprecher installiert, Nebengeräusche wie z.B. Klimaanlage und Projektor müssen isoliert werden etc.
Unklar ist die Herkunft des Kürzels THX – manche lösen es als Tomlinson Holman's eXperiments auf, andere dagegen nehmen es als Hinweis auf Lucas‘ ersten Film, die SF-Geschichte THX 1138 (1971). 
 

Referenzen:

THX-Ultra / THX-Select


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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