Lexikon der Filmbegriffe

grip

von engl.: to grip (altengl. gripe) = ‚etwas fest ergreifen, zupacken‘; Berufs- bzw. Tätigkeitsbezeichnung beim Theater, Film und Fernsehen

(1) Allgemein als Bühnenarbeiter beim Theater; dt. etwas altertümelnd manchmal als Kulissenschieber.
(2) Bei Film- und Fernsehproduktionen ist der grip für die Organisation und den Aufbau von Ausstattungen und Szenerien verantwortlich. Er sorgt dafür, dass Licht und Requisiten zur rechten Zeit funktionsfähig am richtigen Platz zur Verfügung stehen. So legt er auch die Trassen für den Kamerawagen (dolly; dolly grip). Seine Aufgaben sind nicht fest definiert, sie erfordern zahlreiche handwerkliche wie auch organisatorische Fähigkeiten. Neben den lighting grips, die für Licht und Elektrizität zuständig sind, werden oft noch die construction grips besonders gekennzeichnet, die die Bühnenbauten betreuen. Der Vorarbeiter wird key grip oder auch first grip und head grip genannt.
(3) Auch: grip stand. Halterung für Kameras oder Beleuchtungsausrüstung.
(4) Vom engl. Verb to grip ‚fesseln, packen, ergreifen‘ abgeleitet; von Büchern oder Filmen kann man sagen, sie seien gripping. Die Bezeichnung betont die Verstehen begleitende emotionale Bedeutungskomponente.

Referenzen:

Key grip

swing gang


Artikel zuletzt geändert am 20.12.2012


Verfasser: TB


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