Lexikon der Filmbegriffe

Überblendzeichen

auch: Überblendungszeichen; selten: Wechselmarke; engl.: change-over cue, change-over marks, change-over, reel change, reel change marks

Unter Überblendzeichen versteht man in der Kinoprojektion sichtbare Signalzeichen in Form von speziellen optisch-mechanischen Markierungen auf der Filmkopie. Diese Signalzeichen befinden sich in der oberen rechten Ecke des einzelnen Filmbildes und bestehen aus dem sogenannten Achtungszeichen und dem eigentlichen Überblendzeichen. Beide Zeichen bestehen aus Kreisringen mit 1,5mm Außendurchmesser, deren Mitte 3mm vom oberen und rechten Bildrand entfernt ist. Das Achtungszeichen kann auch aus einem entsprechend großen, auf der Spitze stehenden Dreieck an gleicher Stelle bestehen. Achtungs- und Überblendzeichen sind im Abstand von 168 Einzelbildern angebracht, was bei einer Projektion mit 24 B/s einer Filmlaufzeit von 7 Sekunden entspricht. Beim Erscheinen des zweiten, runden Signalzeichens erfolgt die Überblendung durch den Vorführer mittels einer speziellen Überblendungseinrichtung. Die zeitgleiche Bild- und Tonüberblendung ist nur im Spulenbetrieb mit zwei Filmprojektoren notwendig, um für den Zuschauer einen lückenlosen Anschluss von einem Filmakt (Filmrolle) zum nächsten zu gewährleisten. 


Artikel zuletzt geändert am 16.07.2011


Verfasser: RW


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