Lexikon der Filmbegriffe

Bollywood

Kofferwort aus den Wörtern „Bombay“ als dem bedeutendsten Zentrum indischer Filmstudios und „Hollywood“ als Synonym für die Traumfabrik. Bollywood steht als Synonym für die kommerzielle Filmproduktion auf dem Subkontinent, die mit (je nach Quelle) 700-1000 Filmen pro Jahr als die produktivste der Welt gilt. Inhaltlich und formal orientieren sich die Filme dabei meist an strengen Regeln, insbesondere auch moralischen, weshalb sie recht erfolgreich in vielen Ländern Asiens, Afrikas und des Nahen Ostens vermarktet werden. Obwohl die meisten Bollywood-Filme Liebesgeschichten sind, ist die Darstellung offener sexueller Handlungen oder Küsse auf den Mund tabu. Meist zwischen drei und vier Stunden lang, enthalten die Filme mindestens fünf Musicalszenen, starke melodramatische Elemente, oft Familiengeschichten, komische sowie Action-Szenen. Über den Erfolg entscheidet vor allem die publikumswirksame Komposition all dieser Elemente, weshalb die Bollywood-Filme nach den typisch indischen Gewürzmischungen auch Masala-Movies oder (bei starken Action-Elementen) Curry-Western genannt werden.

Referenzen:

Hindi-Film


Artikel zuletzt geändert am 28.07.2011


Verfasser: TS


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