Lexikon der Filmbegriffe

CDS (Cinema Digital Sound)

Seit Anfang der 1990er Jahre wurde die Ablösung des analogen Lichttons vorbereitet. Das erste kommerzielle Digitaltonsystem CDS (Cinema Digital Sound) wurde als joint venture von Kodak und Optical Radiation Corporation entwickelt. Fünf vollwertige, voneinander unabhängige Tonkanäle (Links, Mitte, Rechts, Surround links, Surround rechts) und ein frequenzbeschränkter Basskanal wurden digital als optische Tonspur anstelle des Lichttons auf dem 35mm- oder 70mm-Film aufgebracht. Das Verfahren hat sich als 5.1-Surround-Ton vor allem in der Unterhaltungselektronik durchgesetzt. Im Kino war ihm kein Erfolg beschieden, u.a. deshalb, weil die traditionelle Lichttonspur ersatzlos gestrichen wurde – so dass CDS-Kopien für Kinos ohne CDS-Einrichtung nicht verwertbar waren und weil es zudem keine Tonreserve gab, wenn das CDS-Signal einmal gestört war oder ausfiel. Das Verfahren wurde schnell durch Dolby Digital, DTS und SDDS abgelöst.
Nur wenige Filme wurden jemals mit einer CDS Tonspur ausgestattet. Der erste Film im CDS-System war seinerzeit Dick Tracy (UA und Vorstellung des CDS-Systems: 15.6.1990). Zu den späteren CDS-Filmen zählen The Doors (1991) und Terminator 2: Judgement Day (1991; der Film erhielt einen Oscar für die Toneffekte). Universal Soldier (1992) war der letzte Film im CDS-Format.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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