Lexikon der Filmbegriffe

CinemaScope: Ton

Zusätzlich zur Vergrößerung des Bildes und zur Veränderung der Bild-Höhen-Seitenverhältnisse kamen im Rahmen der Einführung von CinemaScope konkave Großleinwände und ein stereophonisches Lautsprechersystem mit drei Lautsprechern hinter der Leinwand und einem Effektlautsprecher im Zuschauerraum in die Kinos. Die 20th Century Fox kaufte dieses zwischen Stereophonie und Surround-Ton stehende, bereits 1937 auf der Pariser Weltausstellung gezeigte System auf und brachte das Verfahren als CinemaScope (Cinemascope) heraus. Aus Kostengründen war es als Magnetspur auf den Film aufgebracht – zwei Spuren außerhalb der Perforation, zwei zwischen Perforation und Bildfenster. Die Perforationslöcher wurden geringfügig verkleinert (genannt Fox holes). Auf den Protest der Kinos hin lieferte die Fox die frühen CinemaScope-Filme in drei verschiedenen Positiv-Formaten aus – mit monauraler und vierkanaliger magnetischer Tonspur sowie als monaurale Lichtton-Kopie, was die Kosten enorm in die Höhe trieb. Es gab auch magoptical genannte Kopien, die neben den Magnetspuren gleichzeitig eine Mono-Lichttonspur hatten. MGM dagegen verwendete ein pseudo-stereophones Lichtton-Prinzip (Perspecta Stereo Sound System).


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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