Lexikon der Filmbegriffe

Dolby Digital

früher auch: Dolby SR-D; SR ist eine Abkürzung für: Spectral Recoding, D für: Digital

Dolby Digital ist ein sechskanaliges Tonsystem. Es gelangte 1992 mit dem Film Batman Returns (Batmans Rückkehr) in die Kinos, getestet wurde es 1991 mit Star Trek VI. Inzwischen sind weltweit über 30.000 Kinos und 10 Millionen Wohnzimmer mit diesem Tonsystem ausgestattet (Stand 2002). Aus dem älteren Dolby Surround wurde 1986 das Dolby SR (= Spectral Recording), das wiederum 1991 zu Dolby Digital weiterentwickelt wurde.
Bei Dolby Digital ist der Ton auf der Filmrolle untergebracht. Insgesamt sechs Kanäle werden gemischt und aufeinander abgestimmt (links, Mitte, rechts, hinten links, hinten rechts, Subwoofer). Nach der Mischung wird der Ton im AC-3-Format komprimiert (meist mit dem Faktor 12:1). Dabei bleiben alle 6 Kanäle separat erhalten. Diese Digitalinformationen werden als winzige Quadrate zwischen die Perforationslöcher auf die Stege des Lichttonnegativs gebracht. Die Kopie enthält außerdem den klassischen vierkanaligen Dolby-Ton, der gespielt werden kann im Falle, dass die Digitalinformation von Dolby Digital nicht ausgelesen werden kann. Die fünf Hauptkanäle geben Frequenzen von 3Hz bis 20.000Hz wieder, der Subwoofer-Kanal hat ein Spektrum von 3Hz bis 120Hz. 
 

Referenzen:

AC-3


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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