Lexikon der Filmbegriffe

double feature

auch: double bill

In den späten 1920er Jahren begannen die Kinos, zwei Filme zum Preis von einer Eintrittskarte zu zeigen, um den Umsatzrückgang der Zeit der Wirtschaftskrise auszugleichen. Diese Praxis war in den 1930er und 1940er Jahren weit verbreitet und war eine erfolgreiche Strategie, die Umsatzzahlen zu stabilisieren. Unter dem Einfluss der wachsenden Fernsehkonkurrenz, beeinflusst aber auch durch das 1948er Urteil des Obersten Gerichtshofes, das die Studios dazu zwang, ihre Kinoketten aufzugeben, verschwand die Praxis des double features und endete in den frühen 1950er Jahren endgültig. Heute ist das Doppelprogramm eine Ausnahmeform des Kinoangebots: Ein double-up ist ein Doppelfilm, der vor allem in Programmkinos, gelegentlich aber auch beim Start eines neuen Films aus einer Serie oder eines besonderen Regisseurs meist nur für einen Tag gezeigt wird; und bei einem combo engagement zeigt man ein Doppelprogramm von zwei neuen Filmen als Vorausangebot der eigentlichen Kinoauswertung.


Beide Spielfilme aus der regulären Produktion zu nehmen, wäre die Filmwirtschaft zu teuer gekommen. Darum begann man, eine eigene Produktion für die Zweitfilme des double features aufzubauen (die qualitativ oft minderwertigeren, in der Produktion viel billigeren sogenannten B-Filme). In der Regel mussten die Kinos den B-Film pauschal abgelten, der A-Film dagegen wurde nach der Zuschauerzahl abgerechnet.
 

Referenzen:

B-Film

Hauptfilm

Zweischlagerfilm


Artikel zuletzt geändert am 19.10.2012


Verfasser: JH


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