Lexikon der Filmbegriffe

DTS (Digital Theatre Systems)

Jurassic Park (1992) war der erste Film, der das von Universal und Matsushita entwickelte DTS-System verwendete. Dieses System nutzt unterschiedliche Datenträger für Bild und Ton. Auf der Filmkopie befindet sich zwischen dem analogen Lichtton und dem Bild lediglich ein einzelbildgenauer Timecode, der zwei CD-Laufwerke zu jedem einzelnen Bild synchronisiert. Damit kann auch zwischen verschiedenen Sprachfassungen des gleichen Films gewechselt werden, ohne dass eine neue Filmkopie nötig wäre. DTS hat sechs diskrete Kanäle (in der 5.1-Verteilung: links, Center, rechts, Effekte links und rechts, Subwoofer) und verwendet das APT-X100- Kompressionsverfahren (4:1). Die Minimalkonfiguration des DTS-Systems umfasst aus einem PC (386er aufwärts), zwei CD-Laufwerken und zwei Dekoderkarten. Inzwischen ist ein eigener Effektkanal dazugekommen, der bis zu sechs Effektgeräte (Stroboskope, Nebelmaschinen u.ä.) ansteuern kann; er wurde mit The Lost World (Jurassic Park 2, 1996) vorgestellt. Außerdem ist es heute (2002) möglich, Untertitel für Hörgeschädigte, Sprachfassungen für Sehbehinderte oder fremdsprachige Fassungen synchron zur Kinoprojektion bereitzustellen.
Aufgrund des niedrigen Anschaffungspreises hat es sich schnell durchsetzen können, schon 1996 waren 6.000 Kinos ausgerüstet. 2000 lag DTS mit 20.000 Installationen fast gleichauf mit Dolby Digital (27.000 Kinos).

Literatur: Kramer, Lorr: DTS: Brief History And Technical Overview. Agoura Hills: Digital Theater Systems, Inc. n.d. [URL: http://www.dtsonline.com/media/uploads/pdfs/history,whitepapers,downloads.pdf, Zugriff: 8.2.2004].


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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