Lexikon der Filmbegriffe

Fantasound

Ein Vorläufer aller Stereo- und Surround-Systeme ist Fantasound, das von dem Tontechniker Bill Garity für die RCA entwickelt und einzig in Walt Disneys Fantasia (1940) realisiert wurde. Synchron zum Film lief ein zweiter 35mm-Film (follower genannt), der drei Lichttonspuren für links, Mitte und rechts besaß. Um dramatische Momente im Film zu betonen, befand sich eine vierte Spur auf dem Tonspurfilm, der sogenannte Control-Track: Darunter verbargen sich Steuerungsbefehle für die Verstärker, die bei dramatischen Szenen die Lautstärke anhoben. Eine Realisation über die allgemeine Dynamik des Tons war damals noch nicht möglich. In den USA waren nur sechs Kinos mit dem Tonsystem ausgestattet.
Fantasound blieb eine technische Marginalie. Die unter anderem durch die Entwicklungskosten verursachten hohen Kosten des Films konnten erst beim Neustart des Films als vierkanalige Magnetton-Stereokopie 1956 wieder eingespielt werden.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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