Lexikon der Filmbegriffe

Gilde deutscher Filmkunsttheater

Als Sonderform der ortsfesten Filmtheater und als Vorform der Programm- und kommunalen Kinos der 1970er Jahre entstanden ab 1953 die Gilde-Filmkunsttheater, ein Zusammenschluss von zunächst 12 Kinos, initiiert durch den Mannheimer Filmtheaterbesitzer Bernhard Künzig. Dieser Zusammenschluss wuchs bis 1955 auf ca. 50 Kinos an. Heute (Stand: 2002) hat der Verband annähernd 250 Mitglieder.
Ziel war von Beginn an die Pflege des künstlerischen Films. Die Gilde-Filmkunsttheater waren zumeist kleinere Filmtheater, die sich auf die Bedürfnisse eines ästhetisch ambitionierten Publikums konzentrierten und durch eine anspruchsvolle Programmgestaltung ein eigenes Profil gaben. Ihre Schwierigkeit bestand darin, dass sie an attraktive Neuproduktionen in- und ausländischer Verleihe oft nicht herankamen, sondern sich auf das Angebot besonderer Verleiher und das Repertoire an Filmkunstreprisen beschränken mussten. U.a. aus diesem Grunde vergibt die Gilde eigene Preise und zeigt die Preisträger in den Verbandskinos.


Artikel zuletzt geändert am 17.01.2012


Verfasser: JH


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