Lexikon der Filmbegriffe

House Un-American Activities Committee (HUAC): Hollywood-Ten

Als sich 1947 das weltpolitische Klima zum Kalten Krieg zuspitzte, kam es zur offenen Hetzjagd gegen US-amerikanische Kommunisten und zur ersten öffentlich ausgetragenen Verurteilungswelle. Für diese öffentlichen „Hearings“ wurden Filmschaffende vom HUAC gerichtlich vorgeladen und gezwungen, Aussagen über ihre politische Vergangenheit zu machen, die in der notorischen Frage gipfelten: „Are you now or have you ever been a member of the communist party?“ Im Oktober 1947 lud HUAC 43 Filmschaffende Hollywoods nach Washington vor, 19 davon explizit politisch linksgerichtet. Von diesen 19 vorgeladenen Verdachtspersonen wurden elf verhört und 10 verurteilt – die sogenannten Hollywood Ten. Sie weigerten sich, Aussagen vor dem HUAC zu machen, kamen dafür ins Gefängnis und konnten bis Mitte der 1960er Jahre nicht mehr unter eigenem Namen Filme machen: Alvah Bessie, Herbert Biberman, Lester Cole, Edward Dmytryk, Ring Lardner Jr., John Howard Lawson, Albert Maltz, Samuel Ornitz, Adrian Scott und Dalton Trumbo. Der elfte, Bertolt Brecht, verließ am Tag nach den Hearings die USA.

Referenzen:

Hollywood-Ten


Artikel zuletzt geändert am 31.07.2011


Verfasser: RG TB


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