Lexikon der Filmbegriffe

StereoVision

Von Todd-AO wurde in den 1960er Jahren ein Verfahren vorgestellt, bei dem die beiden Teilbilder einer 3D-Projektion auf ein 35mm-Negativ nebeneinander belichtet wurden. Die Bilder wurden dabei mittels einer Doppellinse anamorphotisch gestaucht. Bei der anamorphotischen Projektion – bei der wiederum Doppellinsen in einem einzigen Objektivgehäuse verwendet wurden – werden sie wieder zusammengefügt und ergeben ein Vollbild im Academy-Format (1,33:1). Eine Variante von StereoVision wurde 1970 von Todd-AO vorgestellt, bei der mittels modifizierter Todd-AO-Kameras auf eine Bildfeldhöhe von nur drei Perforationslöchern belichtet wurde, so dass bei der Entzerrung ein Bildformat von 1,85:1 zustande kommt.
Einer der wenigen Filme, die in StereoVision gedreht wurden, ist The Stewardesses (USA 1969). Allerdings wurden einige Filme, die ursprünglich in NaturalVision gedreht worden waren, auf StereoVision umkopiert und ausgewertet (wie The House of Wax, USA 1953, Umkopierung 1971). 


Artikel zuletzt geändert am 22.07.2011


Verfasser: JH


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