Lexikon der Filmbegriffe

Hubschrauberaufnahmen

engl.: helicopter cinematography

Sonderfall der Luftaufnahme. Ähnlich wie die Luftaufnahme kann auch die Hubschrauberaufnahme ein Geschehen aus großer Entfernung und Höhe zeigen. Darüber hinaus gestattet die Wendigkeit des Hubschraubers in der Luft, insbesondere bei Action-Aufnahmen, bei Verfolgungsfahrten oder auch bei Kriegshandlungen atemberaubende Bewegungen in der Luft (die noch kombinierbar sind mit Bewegungen der Kamera) durchzuführen. Oft werden derartige Aufnahmen zudem als subjektive Aufnahmen markiert, was manchmal einen zusätzlichen Spannungs-Impuls setzen kann. Eine der ersten „Hubschrauberfahrten“ ist eine Aufnahme am Ende von Funny Girl (1968), die mit einer Großaufnahme Barbara Streisands endet. Berühmt ist die fliegende, mit Wagner-Musik unterlegte Annäherung der Hubschrauber an die Küstenstadt in Coppolas Apocalypse Now (1979). Erinnert sei auch an die Hubschrauberaufnahmen am Beginn von Kubricks The Shining (1980), die Jim Freeman ausführte (nicht der Chefkameramann John Alcott) und die von Beginn an die Bilder mit einem Angstimpuls aufladen.

Referenzen:

Cineflex

Luftaufnahmen


Artikel zuletzt geändert am 27.01.2012


Verfasser: HJW


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