Lexikon der Filmbegriffe

Hollywood-Ten

Während der sogenannten McCarthy-Ära, als der Senator Joseph McCarthy, Vorsitzender des ständigen Untersuchungsausschusses des Senats für Fragen der inneren Sicherheit, überall unamerikanische Umtriebe witterte, wurden viele Künstler zu Aussagen vor dem House of Un-American Activities Committee (HUAC) gezwungen. Viele konnten sich nur freisprechen, indem sie Kollegen denunzierten. Die Hollywood-Ten weigerten sich, Aussagen vor dem HUAC zu machen, kamen dafür ins Gefängnis und konnten bis Mitte der 1960er Jahre nicht unter eigenem Namen Filme machen: Alvah Bessie, Herbert Biberman, Lester Cole, Edward Dmytryk, Ring Lardner Jr., John Howard Lawson, Albert Maltz, Samuel Ornitz, Adrian Scott und Dalton Trumbo.
Die Auswirkungen der HUAC-Zeit sind bis heute zu spüren. hat, war an der 1999er Oscar-Verleihung zu spüren: Elia Kazan, der für sein Lebenswerk (u.a. Die Faust im Nacken, On the Waterfront und Jenseits von Eden) den Live Achievement Award während der Oscar-Verleihung 1999 erhielt, bekam nur von Teilen des Publikums Beifall. Er hatte Anfang der 1950er Jahre vor dem HUAC ausgesagt und viele Kollegen belastet.
Mit Woody Allen in der Hauptrolle hat Martin Ritt in dem Film Der Strohmann (1976) ein gutes Porträt dieser Zeit gedreht.

Referenzen:

Blacklisting

House Un-American Activities Committee (HUAC): Die Frühphase

House Un-American Activities Committee (HUAC): Hollywood-Ten

House Un-American Activities Committee (HUAC): MacCarthy-Ära und Nachleben


Artikel zuletzt geändert am 27.01.2012


Verfasser: TB


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