Lexikon der Filmbegriffe

Deutsche Industriefilm-Zentrale (DIZ)

Nach dem 2. Weltkrieg war der Bedarf an ausländischen Industriefilmen besonders groß, weil die deutsche Wirtschaft auf diese Weise Kenntnisse über neue Verfahren und Techniken, die während des Krieges im Ausland entwickelt worden waren, erhalten konnte. Außerdem konnte man Filme nutzen, um neue Arbeitsmethoden zu vermitteln. Aus diesen Gründen begann 1951 das Rationalisierungskuratorium der Deutschen Wirtschaft (RKW) mit seiner Filmarbeit. Es nahm geeignete Filme, vor allem aus den USA und später auch aus anderen westlichen Industrieländern wie Großbritannien, Kanada und Frankreich in Lizenz, ließ sie deutsch synchronisieren und verlieh sie an Interessenten in Deutschland. Schnell wuchs das Archiv auf über 400 Titel an, erreichte in den 1970ern einen Bestand von 700 Filmen. Die aktive Filmarbeit des RKW endete 1961 mit der Übergabe des Filmarchivs einschließlich aller Negative im Jahre 1963 an die Deutsche Industriefilm-Zentrale (DIZ) in Köln. Das DIZ wurde 1962 auf Grund einer Initiative der Arbeitsgruppe Film im Bundesverband der Deutschen Industrie gegründet. Es ist bis heute der größte nichtkommerzielle Verleiher von Industriefilmen in der BRD. Es nimmt außerdem die Aufgaben der Filmberatungsstelle des Deutschen Industrieinstituts wahr, gibt jährlich das „Industriefilmverzeichnis“ heraus. 


Artikel zuletzt geändert am 03.08.2011


Verfasser: JH


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