Lexikon der Filmbegriffe

Katholisches Filmwerk (KFW)

Die AV-Medienarbeit entwickelte sich nach dem Krieg in den Diözesen der Bundesrepublik aus den Anliegen der katholischen Filmarbeit. Hauptanliegen kirchlicher Bemühungen war es, dem Einfluss minderwertiger Kinofilme zu begegnen und insbesondere die Jugend vor schädlichen Wirkungen zu bewahren. Eine große Rolle spielten dabei der 1947 gegründete „Filmdienst der Jugend“ (Düsseldorf), der „Filmspiegel“ (Rottenburg) und die „Film-Überschau“ (München), die sich 1949 zum „Film-Dienst“ zusammenschlossen. In einigen Bistümern gab es schon kurz nach dem Krieg eine rege Filmarbeit, aus der Ende der 1940er Jahre die ersten diözesanen Filmstellen hervorgingen. Umstrittene Filme führten 1951 zur Einrichtung der „Katholischen Filmliga“. Ihre Aufgabe war die kritische Beobachtung aller Entwicklungen beim Film und dessen Wirkung auf den Zuschauer, die Untersuchung seiner Befähigung zur Urteilsbildung und die Unterstützung des guten Films. Die „Filmliga“ erweiterte sich 1961 zur „Film- und Fernsehliga“. Später wurde sie in vielfältige medienpädagogische Aktivitäten weiter differenziert. Zur Förderung der diözesanen Filmarbeit wurde 1953 als überdiözesane Service-Einrichtung das Katholische Filmwerk (KFW) mit Sitz in Frankfurt gegründet, das für die Vermittlung und den Vertrieb von AV-Medien zuständig ist.

Homepage: www.filmwerk.de.


Artikel zuletzt geändert am 07.02.2012


Verfasser: JH


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