Lexikon der Filmbegriffe

Republic Pictures

Republic Pictures Corporation wurde am 29.3.1935 von Herbert John Yates, einem ehemaligen Manager aus der Tabakindustrie, gegründet, als die Firmen Mascot, Monogram und Liberty vereinigt wurden. Schon nach wenigen Monaten zog sich Liberty Pictures aus dem Konsortium zurück, 1936 folgte Monogram. Republic konnte sich trotzdem halten und entwickelte sich zu einer der wichtigsten Produktionsfirmen des B-Films. Vor allem Western und Serials sicherten einen beständigen Erfolg am Markt, und Stars wie Gene Autry, Roy Rogers und John Wayne gaben der Produktion Gesicht. Zu den Regisseuren, die für das Studio arbeiteten, zählten Orson Welles, Allan Dwan, Frank Borzage und John Ford, und auch der Drehbuchautor Ben Hecht stand lange unter Vertrag. Sie genossen vertraglich große künstlerische Freiheiten. Von 1937 bis 1947 produzierte das Studio die Musical-Revue Hit Parade. Daneben standen Erfolge wie Macbeth (1948), Rio Grande (1950) und The Quiet Man (1952). Die Bedeutung des Studios ging in den 1950er Jahren rapide zurück, zum Teil wegen des aufkommenden Fernsehens, zum Teil, weil Yates Prestige-Produktionen favorisierte, die aber kein Publikum fanden.
Yates trat am 1.7.1959 als Präsident der Republic zurück. Die Firma fiel an den kalifornischen Industriellen Victor M. Carter, der das Studio zunächst an Lippert Pictures, dann an CBS vermietete, die es 1967 übernahmen und in CBS Studio Center umbenannten. Republic Pictures lebte als Muttergesellschaft der Consolidated Film Industries weiter, spielte aber als Produktionsfirma keine Rolle mehr.

Literatur: Hurst, Richard Maurice: Republic Studios: Between Poverty Row and the Majors. Metuchen, NJ: Scarecrow Press 1979. – O‘Conner, Edward: The golden age of Republic Serials. In: Screen Facts 17, 1968, S. 48-61; 18, 1968, S. 20-36. – Swann, Thomas Burnett: The Heroine or the Horse: Leading Ladies in Republic‘s Films. New York: Barnes 1977.


Artikel zuletzt geändert am 23.07.2011


Verfasser: JH


Zurück