Lexikon der Filmbegriffe

Agascope

1956 wurde das schwedische CinemaScope-Doppel Agascope (Seitenverhältnis: 2,35:1) mit dem Film Gorilla (Sven Nykvist, Lars-Henrik Ottoson) vorgestellt. Lizenznehmer war Aga Labor (=Aga-Baltic), die Entwicklungsarbeit hatte der Ingenieur Evert Aulin durchgeführt. Agascope-Objektive lagen in den Brennweiten 46mm, 75mm und 105mm vor, ab 1959 stand auch ein 210mm-Objektiv zur Verfügung. 19 schwedische Filme wurden bis 1965 in Agascope fotografiert. Das Verfahren wurde auch in Finnland und Ungarn verwendet. Zu den Filmen gehören En djungelsaga (1957, Arne Sucksdorff), Körkarlen (1958, Arne Mattsson), Kort är sommaren (1962, Bjarne Henning-Jensen). Zu den ungarischen Produktionen zählen z.B. die Miklós-Jancsó-Filme Szegénylegények (US: The Round-Up, 1965) und Csillagosok, katonák (US: The Red and The White, 1967). 


Artikel zuletzt geändert am 15.07.2011


Verfasser: JH


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