Lexikon der Filmbegriffe

Insert

engl.: insert, insert shot, cut-in

Ein Insert ist eine Einstellung, die „in eine andere Einstellung“ eingeschnitten wird. Meist zeigt das Bild ein Objekt oder ein Handlungsdetail und lenkt die Aufmerksamkeit des Zuschauers auf einen sehr engen visuellen Ausschnitt des Handlungsfeldes (im Unterschied zum Cutaway, der eine neue Handlung darstellt). Man sieht z.B. in einem Western die zitternde Hand des Akteurs über der Revolvertasche. Oder in das Bild von jemandem, der durch ein Schlüsselloch blickt, wird das Bild insertiert, das das zeigt, was er sieht. Bevor die Klingel anschlägt oder das Telefon klingelt, sieht man den jeweiligen Apparat in Großaufnahme. Usw. So, wie Handlung und Objekt der Handlung durch insertive Montage verbunden werden können, lassen sich auch andere Typen der Kontiguität mit Hilfe von Inserts ausdrücken. Zeitungsschlagzeilen, Uhren, sich jahreszeitlich verändernde Landschaften: auch derartige Zeitsprünge können mittels Inserts ausgedrückt werden. Der Insert unterscheidet sich dabei von seinem Umfeld durch anderen Kamerastandpunkt, oft eine andere Objektivlänge, unterscheidet sich optisch also deutlich von der einbettenden Szene.

Referenzen:

Einlage

Insert: Metz

Zwischenbild


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: HJW


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