Lexikon der Filmbegriffe

Brickfilm

manchmal auch: Lego-Movies

Filme aus Legosteinen (und anderen Plastiksteinen wie Mega Bloks, Bestlock etc.), die meist mit 15 Bildern/Sekunde einzelbildweise animiert werden. Erste Animationen von Legofiguren (damals noch meist auf Super-8-Film) datieren noch aus den 1980er Jahren. Zwar lassen sich Brickfilme mit jeder einzelbildfähigen Kamera drehen, doch stellt das Internet heute das Forum für Brickfilme schlechthin dar. Nach einer längeren Phase des Bastelns brachte die dänische Spielzeugfirma Lego, die das Image ihrer Produkte zu schützen versuchte, den Moviemaker Set (auch: Lego Studios) auf den Markt und unterstützt die Mode der Brickfilme massiv. Es handelt sich dabei um einen Baukasten für Nachwuchsfilmer mit Digitalkamera und Schnittsoftware inklusive. Zum Zubehör gehörten Dinosaurier, eine Erdbebenplatte und eine Steven Spielberg nachempfundene Regisseur-Minifig[ur]; spätere Ergänzungspackungen ohne Kamera und Software enthielten hauptsächlich Requisiten für gemäßigte Horrorfilme. Verwendet werden Lego-Figuren in Lego-Environments. Die Filme gehören den verschiedensten Gattungen an. Es finden sich auch Remakes von Filmen oder Szenen der Filmgeschichte (wie des Duschenmordes aus Psycho), Trailer (z.B. zu Star Wars), Parodien und sogar Nachstellungen von Fernsehsendungen oder von berühmten Events (wie des WM-Endspiels 1954, Die Helden von Bern, 2003), sogar pornografische und Trash-Produktionen.

Literatur: www.brickfilms.com


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: JH


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