Lexikon der Filmbegriffe

half-frame cameras

Bezeichnung für Kameras, die das Breitwandbild nicht durch anamorphotische Stauchung aufnehmen, sondern als normales 35mm-Vollbild. Allerdings wird nicht das ganze Negativ belichtet, das vier Perforationslöcher übergreift, sondern nur ein entsprechend abgeflachtes Bild (zwei Perfo-Löcher bei SuperScope 235, TechniScope und bei Ultra Semi-Scope). Daneben gibt es aber auch Verfahren wie SuperScope, die das Gesamtbildfeld belichten, für die endgültige Scope-Kopie aber nur einen Teil des Bildes nutzen. Die anamorphotische Stauchung des Bildes wird erst im Kopierwerk am Ende der Herstellung vorgenommen, wenn das nur halbhohe Bild optisch auf vier Perforationslöcher vergrößert und dabei anamorphotisch gestaucht wird. Der Vorteil dieser Verfahren ist die vereinfachte Kameratechnik, die auf die anamorphotischen Zusatzobjektive verzichten kann, sowie – im Falle der bildsparenden Verfahren – der geringere Materialverbrauch. Der Nachteil ist die gegenüber den traditionellen Scope-Verfahren schlechtere Bildqualität.

Referenzen:

SuperScope

TechniScope


Artikel zuletzt geändert am 27.01.2012


Verfasser: JH


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