Lexikon der Filmbegriffe

Jugendfilm

(1) In der älteren Bedeutung ist Jugendfilm eine Gruppe von Filmen, die Jugendliche an den Film heranführt. In den in den 1950er und 1960er Jahren verbreiteten Jugendfilmclubs ging es darum, dem Jugendlichen das Ausdrucksmittel Film in der ganzen Vielfalt seiner Erscheinungsformen nahezubringen, so dass er dem Medium kritisch wertend gegenübertreten konnte. Filme, die in diesen Rahmen passen konnten, wurden von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Jugendfilmclubs (BAG) verliehen.
(2) In der neueren Bedeutung bezeichnet Jugendfilm eine Gruppe von Teenie-Komödien, Musikfilmen, Horrorfilmen, die Pubertätsprobleme behandeln. Meist in Colleges oder in Urlaubsorten spielend, thematisieren diese Filme Problemkreise der Sexualität, der Geschlechterrollen, der Affektkontrolle, der Delinquenz, der Auflehnung und der Ausgrenzung, des Konsums und der Nostalgie. Diese Art von Jugendfilm bedient das pubertierende Publikum der Mainstream-Kinos, gehörte zuvor zum Repertoire der Drive-In-Kinos. Teenpics sind Teil der Populärkultur. 
 

Referenzen:

Bewährungsfilme

Teenagerkino


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: HJW


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