Lexikon der Filmbegriffe

high comedy

Gegensatz: low comedy

Von dem englischen Autor George Meredith 1877 eingeführte Bezeichnung für einen eleganten und geistreichen Komödienstil, der der comedy of manners nahesteht, aber nicht auf dramatische Werke (Shakespeare, Molière, Wilde, Shaw, Orton) beschränkt ist, sondern auch lyrische und epische Formen betrifft (z.B. die Gefährlichen Liebschaften von Choderlos de Laclos).
Im Bereich des Films spricht man von high comedy im Zusammenhang von Filmen, die ihre materiell gesicherten bis reichen Protagonisten in edlem Ambiente scharfzüngige und zynische, stets aber leichtfüßig-niveauvolle, Dialoge wie einen Schlagabtausch führen lassen. Insbesondere die Screwball-Komödie hat mit Formen der high comedy gespielt, unterzieht das Machtverhältnis zwischen den Geschlechtern, das zur Gleichberechtigung tendiert, aber einem beständigen moralischen Diskurs. Ein ideales Beispiel ist The Philadelphia Story (Die Nacht vor der Hochzeit, USA 1940, George Cukor), in dem ein Traumpaar der high comedy, Katharine Hepburn und Cary Grant, die Hauptrollen spielen.

Literatur: Aitken, Maria: Style: acting in high comedy. New York: Applause 1996, S. 1-10: What is high comedy? – Charney, Maurice: Comedy high and low: an introduction to the experience of comedy (1978). 4th ed. New York [u.a.]: Lang 1993.

Referenzen:

Sittenkomödie

sophisticated comedy


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: LK


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