Lexikon der Filmbegriffe

Spacevision

auch: SpaceVision

Im Sommer 1954 stellte Robert V. Bernier ein 3D-Verfahren vor, das die beiden Teilbilder eines polarisierten Bildes auf der Größe eines einzigen Negativs darstellen sollte. Bernier nutzte dazu die Bildteilung des späteren TechniScope-Format: Die Gesamtbildfläche wird geteilt, das einzelne Bild nimmt nur die Höhe zweier Perforationslöcher ein und hat das CinemaScope-Seitenverhältnis von 2,35:1. Die beiden Teilbilder werden gleichzeitig durch ein Doppelobjektiv (genannt Trioptiscope) belichtet. 1965 brachte Bernier das Verfahren unter dem Namen Spacevision erneut an die Öffentlichkeit und lieferte damit die Grundlage für ein Ein-Film-Verfahren, das für die 3D-Versuche der folgenden Jahre Maßstäbe setzte. Der erste Film, der in dem neuen Verfahren realisiert wurde, war Arch Obolers The Bubble (1966), an dem sich der Nachteil des Systems - die 3D-Effekte stellen sich nur dann sicher ein, wenn die Kamera beständig in Bewegung ist – deutlich zeigte.


Artikel zuletzt geändert am 22.07.2011


Verfasser: JH


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