Lexikon der Filmbegriffe

Kinderfilm

engl.: children‘s film; manchmal kurz: kidpic = Kinderfilm, kidvid = Kindervideo, Videoaufzeichnung eines Kinderfilms

In Deutschland beginnt Ende der 1920er Jahre eine eigene Kinderfilmproduktion, die als charakterbildend und moralisch sauber angesehen war und eine harmonische, oft verniedlichte Wirklichkeit darbot. Erst die Diskussionen, die die Übernahme der amerikanischen Produktion Sesamstraße ins deutsche Fernsehprogramm ausgelöst hatte, führten zur Entstehung des heute üblichen Kinderfilms. Die Bundesrepublik, die CSSR, Großbritannien und die skandinavischen Länder dominieren den Markt. Die amerikanischen Produktionen bedienen ein allgemeineres Publikumsinteresse, sind einer allgemeineren Vorstellung von „Familienkino“ verpflichtet.
Stoffe, Formen und Autoren der Kinder- und Jugendliteratur bilden von Beginn der Filmgeschichte an einen unerschöpflichen Fundus, der aus den Traditionen literarischer Kultur heraus das kindliche Publikum auch an den Film bindet. Der Kinderfilm tritt dabei in einem sich beständig erweiternden, lebendigen Medienverbund auf. Er knüpft an Traditionen anderer Medien an – der Literatur, des Radios, der Audiokassette. Und er stößt selbst neue Produktion an, steht seit den frühen 1980ern oft im Zusammenhang mit Computer- und Internetspielen, Büchern und Merchandising-Artikeln.

Referenzen:

Children‘s Cinema Clubs

Coogan-Gesetz

Family Entertainment Film

Kiddie Matinee

kidsploitation

Kinder im Film

Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland (KJF)

Kinderdarsteller

Kinderkino

Kinderstars

teensploitation


Artikel zuletzt geändert am 19.10.2012


Verfasser: HJW


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