Lexikon der Filmbegriffe

Cinedom

engl. manchmal: dome system

(1) Allgemeine Bezeichnung für Kugel- oder Kuppelkinos, bei denen sich über den Zuschauer eine kuppelartige Leinwand wölbt. Die Projektoren sind meist am Boden angebracht und werfen das Bild an die Decke des Saals. Sie nutzen meist weitwinklige Fisheye-Optiken. Filme werden in Cinedomen meist von 70mm-Filmkopien projiziert; die querstehenden Bildfelder übergreifen 10 Perforationslöcher (und manchmal noch mehr). Eine ganze Reihe von Cinedomen nehmen die Projektion nur auf eine Halbkuppel vor (wie das Cinema-180-Verfahren von Omnifilms). Eines der bekanntesten Kuppelkinos ist das Géode in Paris. Im weiteren Sinne rechnen manche neuere Planetarien heute zu den Cinedomen.
(2) Auf der Weltlandwirtschaftsausstellung in Delhi wurde 1959 im USA-Pavillon der Film Atom on the Farm vorgestellt, der im Stil einer Cinedom-Projektion projiziert wurde. Hier wurde das Verfahren „Cinedom“ genannt. (3) Alternativbezeichnung für Multiplex-Kinos.

Referenzen:

Cinema 180

Cinetarium

Ecosphere

Imax


Artikel zuletzt geändert am 03.03.2012


Verfasser: HJW


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