Lexikon der Filmbegriffe

Feelies

Aldous Huxley beschrieb in seiner Anti-Utopie Brave New World (1932) die Feelies als zukünftige illusionistische Kinoform – plastisches Raumbild, synthetische Ton- und Geruchsorgeleffekte, Tasteffekte. Nach Huxleys Vision wandelt sich das Kino zur Immersions-Anstalt, die Ersetzung der unmittelbaren Erfahrung und die Stimulation der verschiedenen sensorischen Kanäle des Zuschauers führen zu einem „Kino der Sinne“ – darum auch ist feelies (= Fühlfilm) linguistisch den movies (= Bewegtfilm) nachgebildet.

Literatur: Huxley, Aldous: Brave new world. London: Chatto & Windus 1932. Dt.: Welt – wohin? Ein Roman d. Zukunft. Leipzig: Insel-Vlg. [1932]. Neuausg.: Schöne neue Welt. Ein Roman der Zukunft. Frankfurt: Fischer 1960. – Sexton, James: Brave New World, the Feelies, and Elinor Glyn. In: English Language Notes 35, 1997, S. 35-38.


Artikel zuletzt geändert am 01.08.2011


Verfasser: JH


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