Lexikon der Filmbegriffe

Pantheon

von griech. pan = alles, jedes, theos = Gott; ein Pantheon war ein antiker Tempel aller Götter; figurativ wird die Bezeichnung als „Ehrentempel“ verwendet, aber auch als Bezeichnung aller Götter eines Volkes

In der Autorentheorie des Films, wie sie von Andrew Sarris in seinem The American Cinema (1968) vertreten wurde, wurden eine Reihe von Regisseuren, die die höchste Vollendung ihres Handwerks erreicht hatten und es fertigbrachten, in ihren Werken eine persönliche Sicht auf die Welt zu artikulieren (Chaplin, Flaherty, Griffith, Hawks, Hitchcock, Keaton, Lang, Lubitsch, Murnau, Ophuls, Renoir, Sternberg, Welles), dem „Pantheon der Filmkunst“ zugerechnet; Sarris hat die Gruppe der „Regie-Götter“ mehrfach revidiert und erweitert. Andere Kritiker errichteten bald ihre eigenen Pantheons – immer aber war damit eine Kennzeichnung solcher Filmschaffender beabsichtigt, die Werke der Filmkunst in höchster Reinheit und Vollendung geschaffen haben.

Literatur: Sarris, Andrew: The American cinema. Directors and directions, 1929-1968. New York: Dutton 1968. – Sarris, Andrew: „You ain't heard nothin' yet“. The American talking film history & memory, 1927-1949. New York [...]: Oxford University Press 1998.


Artikel zuletzt geändert am 25.07.2011


Verfasser: HJW


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