Lexikon der Filmbegriffe

Rolltitel

engl.: roll-up titles, roller titles, rolling titles; gelegentlich auch: crawl, crawling title; manchmal: creeper title

Rolltitel bewegen sich von oben nach unten (oder von unten nach oben) durch das Bild und dienen dazu, (1) die Cast- und Credit-Angaben des Films zu präsentieren oder (2) solche Informationen schriftlich darzubieten, die eine Geschichte historisch einbetten, Vorgeschichten resümieren oder selten auch metanarrative Kommentare liefern. Rolltitel Rolltitel des ersten Typs finden sich häufiger am Ende des Films (als Nachspann) als an seinem Anfang. Stehen sie am Anfang des Films, so laufen sie meist über die ersten Bilder des Films hinweg. Werden sie dagegen am Ende des Films verwandt, laufen sie – mit Musik unterlegt – meist nur über Schwarzfilm, als solle signalisiert werden, die „Bildphase“ des Films sei schon beendet.
Technisch werden Rolltitel heute elektronisch hergestellt und mit anderem Bildmaterial gemischt. Traditionellerweise waren Rolltitel auf Papier- oder Plastikbahnen gemalt, die mittels einer manuell oder elektrisch angetriebenen Maschine (Rolltitelmaschine, engl.: roll-up) vor dem Objektiv hergedreht wurden; alternativ konnten sie auch auf dem Tricktisch realisiert werden.


Artikel zuletzt geändert am 24.07.2011


Verfasser: JH


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