Lexikon der Filmbegriffe

Komposit-Fotografie

Die komplexen Techniken, die mehrere Einzelbilder in ein einziges synthetisches Bild zusammenführen, werden process shots, gelegentlich auch composite shots genannt (im Deutschen gelegentlich „Komposit-Fotografie“, manchmal auch „Kombinationsaufnahme“). Heute rechnen auch die Verfahren der digitalen Bildsynthese (digital compositing) zum Arsenal der photographischen Techniken, die Bildillusionen herstellen können.
Viele Autoren unterscheiden grundsätzlich die Projektions- und die Matte-Verfahren. Beim Projektionsverfahren wird eins der zu synthetisierenden Bilder durch Rück- oder Aufprojektion mit dem aufzunehmenden Szenario gemischt. Bei den Matte-Verfahren ist einer der Bild-Teile als gemalter Bild-Teil vor die Kamera gespannt bzw. gebaut. Hinzu treten die Maskenverfahren, bei denen in einer ersten Belichtungsprozedur ein Teil des Bildes abgedeckt wird; die zweite Belichtung des gleichen Filmstücks benutzt das genaue Gegenstück der Maske des ersten Durchgangs. 
 

Referenzen:

Aufprojektion

Compositing

crowd replication

deepfocus shot

Dunning-Verfahren

effects stock

Introvision

Matte

Natriumdampflampen-Verfahren

Rückprojektion

Simplifilm

Spiegeltrick

Travelling Matte

Vorsatzmalerei

Vorsatzmodell

Wandermaske

Williams-Verfahren


Artikel zuletzt geändert am 07.02.2012


Verfasser: HJW


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