Lexikon der Filmbegriffe

ScanoScope

ScanoScope war ein dem TechniScope verwandtes Verfahren, bei dem ein Bild im Seitenverhältnis von 2,35:1 nur über die Höhe von zwei Perforationslöchern belichtet wurde (so dass nur die Hälfte des bei anamorphotischer Belichtung nötigen Materials benötigt wurde). Anders als bei TechniScope wurden aber auch die Projektionskopien in der Höhe von zwei Perfolöchern ausgefertigt. Die Anekdote erzählt, dass bei der Projektion trotzdem ein normaler Rollenwechsel durchgeführt wurde – weil die Rolle auf dem ersten Projektor die Rollen 1 und 3, die auf dem zweiten die Rollen 2 und 4 enthielt, die nötig gewesen wären, wenn man die ScanoScope-Kopien auf die normale Bildhöhe von vier Perfolöchern vergrößert hätte; bei der Aufführung wurde bis zum Ende der (Pseudo-)Rolle 1 vorgeführt, dann auf dem zweiten Projektor die (Pseudo-)Rolle 2, die dritte dann wieder auf dem ersten Projektor; erst dann wurde die Rolle auf dem ersten Projektor gewechselt. Zu den wenigen Filmen im Verfahren gehören Strangers in the City (1962, Rick Carrier) und Kimberley Jim (1965, Emil Nofal). 


Artikel zuletzt geändert am 19.07.2011


Verfasser: JH


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