Lexikon der Filmbegriffe

landmark film

Als landmark film werden solche Filme genannt, die hinsichtlich ihrer technischen, ästhetischen oder politischen Qualitäten Durchbruchs- oder Vorbildcharakter haben. So gelten The Jazz Singer (1927) als erster Tonfilm, Busby Berkeleys Footlight Parade (1933) – der den Stil der Berkeleyschen Musicalinszenierung zum ersten Mal markant vorführte –, Citizen Kane (1941) als großes Werk der Filmgeschichte überhaupt oder auch Jaws (1975) als erster anerkannter Blockbuster-Film als „Landmarken“ der Filmgeschichte. Es ist deutlich, dass die Vorstellung des landmark films auf einer evolutionären Vorstellung der Filmgeschichte aufruht, die immer wieder Durchbrüche zu neuen ästhetischen und ökonomischen Formen aufweist.
Der Begriff tauchte vor allem im Gefolge der Arbeit der US-amerikanischen National Film Registry auf, die seit 1988 jedes Jahr 25 Filme benennt, für die Mittel zur Restauration bereitgestellt werden. Nach dem Auftrag des Boards sollen dafür Filme bestimmt werden, die von kultureller, historischer oder ästhetischer Bedeutung sind.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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