Lexikon der Filmbegriffe

nanar

Ausdruck der französischen Umgangssprache für einen dramaturgisch und/oder filmisch misslungenen Film, dem aber – im Unterschied zum navet – gerade wegen der oft himmelschreienden Ungereimtheiten in der Story, der peinlichen Situationen und billig wirkenden Requisiten oder der lächerlichen Dialoge wegen hohe Unterhaltungsqualitäten zugebilligt werden, die man in die Nähe des Camp rücken kann. Ein unfreiwilliger Meister dieses Fachs war der Amerikaner Edward Davis „Ed“ Wood (1924-1978), der sich mit berüchtigten Werken wie dem Science-Fiction-Film Plan 9 from Outer Space(USA 1958) den Titel „schlechtester Regisseur der Welt“ erwarb, jedoch bis heute eine große Fangemeinde besitzt und zu mancher Parodie Anlass gibt.

Literatur: Grey, Rudolph: Nightmare of ecstasy: the life and art of Edward D. Wood, Jr. Portland, OR: Feral House 1994. – Medved, Harry / Medved, Michael: The Golden Turkey Awards: nominees and winners, the worst achievements in Hollywood history. New York: Perigee Books 1980. – Rhodes, Gary D. (ed.): Horror at the drive-in: essays in popular Americana. Jefferson, N.C.: McFarland 2003.

Referenzen:

Camp

cinéma-bis

Kitsch / Kitschfilm I: Phänomenologie

Kitsch / Kitschfilm II: Ästhetik

Schlockbuster movie

navet


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: LK


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