Lexikon der Filmbegriffe

Rollen / Kanten

Die Kamera kann sich auch auf der sogenannten Bildachse bewegen – gemeint ist dabei die Achse, die von der Kamera zum dargestellten Objekt gezogen werden könnte. Gemeinhin ist die Kamera im Lot ausgerichtet (darum auch haben die meisten Stative Wasserwaagen), der Bild- und der Realhorizont stimmen miteinander überein. Davon kann aber abgewichen werden. Rein technisch gliedert sich das Feld der Bewegungs- und Einstellungsmöglichkeiten in Positionen und Operationen:

Positionen:
lotrechte Position: als Normalposition, Nullwert
Verkantungen nach rechts und links (bis zu 90 Grad; Angaben in Grad)
Seitenlagen nach rechts und links (Drehung um 90 Grad oder weiter)
Überkopfposition (Drehung um 180 Grad)

Operationen:
– Schrägstellen, Verkanten
– Rotation, Rollen.

Die „schräge Kamera“ resultiert also aus einem einfachen formalen Handlungsfeld, das die Lage der Kamera im vorfilmischen Raum sowie die Veränderungen, die sie gegenüber einer angenommenen Grundform annehmen kann, beschreibt.

Referenzen:

Verkantung


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: HJW


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