Lexikon der Filmbegriffe

Kurzfilm

engl.: short, short subject

Filme bis zu einer Länge von 30 Minuten werden Kurzfilme genannt. Als Bezeichnung wird „Kurzfilm“ erst nach 1915 eingebürgert, als sich das Format des abendfüllenden Langfilms herausgebildet hatte. Vorher entstandene Filme wurden durch die Anzahl der Akte (bzw. reels) oder durch ihr Sujet gekennzeichnet. Seither hat es Kurzfilme in allen Gattungen des Films – Spiel-, Sach-, Dokumentar-, Animations-, Lehr-, Kulturfilm usw. – gegeben. Die Spielformen zeichnen sich durch Verknappung und Verdichtung aus und behandeln politische und gesellschaftliche Probleme, religiöse Fragen, Tendenzen und Vorgänge des Lebens in oft ganz reduzierter, manchmal bis zur Allegorie abstrahierter Form. Darum auch zählt die Anekdote zu den wichtigsten Erzählformaten des Kurzfilms.
Kurzfilme wurden bis in die 1970er Jahre hinein im Vorprogramm des abendfüllenden Films gezeigt, um eine Steuerminderung zu erzielen. Heute werden Kurzfilme nur noch im Ausnahmefall im Kino gezeigt. Dennoch sind sie als Experimentierfeld für junge Regisseure sehr wichtig und finden auf Kurzfilmfestivals wie in Oberhausen oder Winterthur ein oft begeistertes Publikum.

Referenzen:

Kurzfilm: Festivals


Artikel zuletzt geändert am 09.03.2014


Verfasser: HJW


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