Lexikon der Filmbegriffe

Lehrfilm

manchmal auch: Instruktionsfilm; engl.: educational film, instructional film

Meist kurzer didaktischer Film zur Verwendung in Bildungseinrichtungen. Lehrfilme können illustrativ sein, Wissen anschaulich vorstellen, Arbeits- und andere Vorgänge dokumentieren, instruktiv sein (zur Verkehrserziehung oder zur Unfallverhütung im Betrieb). Der Film wurde von Beginn an in Unterrichtsformen integriert – es war seine Qualität der Anschaulichkeit, die ihn für Lehrzwecke interessant machte. Schon früh setzte eine Begleitforschung ein, die Wissensfortschritte in Abhängigkeit von formalen filmischen Gestaltungsmerkmalen zu messen suchte. Bald bildete sich der Unterrichtsfilm als Untergattung heraus. Es gab aber auch eine ganze Reihe von zivilen und militärischen Anwendungsgebieten.
Lehrfilme wurden in Deutschland oft von besonderen Institutionen wie dem Institut für den Wissenschaftlichen Film in Göttingen (IWF) oder dem Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht in München (FWU) produziert und durch Kreis- und Landesbildstellen, aber auch durch Institutionen der Berufs-, Handwerks- und Industrieverbände verliehen. Die meisten Lehrfilm-Formen sind heute ausgestorben, marginalisiert oder finden sich – oft in ganz veränderter Gestalt – im Fernsehen.

Literatur: Carpenter, C.R.: A theoretical orientation for instructional film research. In: AV Communication Review 1, 1953, S. 38-52. – Nessmann, Karl: Gestaltung und Wirkung von Bildungsfilmen. Ergebnisse einer empirischen Forschung. Frankfurt [...]: Lang 1988.

Referenzen:

how-to video

Impulsfilm

Instruktionsfilm

Nuts-and-bolts film

Schulfilm / Schulungsfilm

Unterrichtsfilm


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: HJW


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