Lexikon der Filmbegriffe

Op Art

Kurzform von „optical art“ = „optische Kunst“

Op Art entstand als Strömung der neo-avantgardistischen Kunst nahezu gleichzeitig mit der Kinetik; der Begriff selbst tauchte erstmals 1964 auf. Vorformen finden sich in der Dada-Bewegung (Marcel Duchamps) sowie im Konstruktivismus der 1930er und 1940er Jahre; zahlreiche Anregungen gingen von Moholy-Nagy aus, der als einer der ersten bewegte optische Elemente untersucht hatte. Optische Effekte stehen in der Op Art programmatisch im Mittelpunkt. Grundlage sind geometrische Formenmuster und Farbabläufe, die im menschlichen Auge kinetische Bewegungs- und Flimmereffekte hervorrufen. Für den abstrakten experimentellen Film waren die Experimente der Op Art (wie auch die Vaterfigur der Bewegung: Victor Vasarely) von großer Anregungskraft.

Literatur: Barrett, Cyril: Op art. Köln: DuMont Schauberg 1974. – Lancaster, John: Introducing Op Art. London: Batsford 1973. - Türr, Karina: Op-art – Stil, Ornament oder Experiment? Berlin: Mann 1986.
 

Referenzen:

Kinetik / kinetische Kunst


Artikel zuletzt geändert am 19.07.2011


Verfasser: JH


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