Lexikon der Filmbegriffe

Pennälerfilm

benachbart zu: Lümmelfilm; Paukerfilm; von lat. penna = „Feder“ über Penne (schülersprachlich für „Schule“). Der Ausdruck Pennäler bezeichnet Schüler einer höheren Lehranstalt, z.B. eines Gymnasiums; er findet sich heute eher selten und dann mit leicht verächtlichem Unterton

Pennälerfilme sind Filme über Schule, Schüler, Lehrer und ihr oft konfliktgeladenes Zusammenleben, die jedoch nicht – wie die berüchtigten Lümmel- und Paukerfilme der 1960er und 1970er Jahre – ausschließlich auf zotige Komödien aus sind, sondern wie der Leitfilm dieses Subgenres, Das fliegende Klassenzimmer (BRD 1954, Kurt Hoffmann) nach dem gleichnamigen Jugendroman von Erich Kästner (1928), ernsthafte Probleme des Heranwachsens behandeln.(Remakes unter gleichem Titel: 1973, Werner Jacobs; 2002, Tomy Wiegand).
Eine besondere Variante des eher klamaukigen Pennälerfilms bietet die (bisher siebenteilige) Reihe der türkischen Hababam Sinifi-Filme über den Alltag an einem chaotisches Privatgymnasium, in der Schüler des ersten Jahrgangs (Hababam Sinifi, Türkei 1975, Ertem Egilmez) noch 30 Jahre später aushelfen müssen (Hababam Sinifi Merhaba, dt.: Die chaotische Klasse, Türkei 2004, Kartal Tibet).
Nicht zu verwechseln ist der Pennälerfilm mit dem Schülerfilm; letzterer bezieht sich auf Filme, die von Schülern zu Unterrichts- oder auch Unterhaltungszwecken angefertigt werden.

Referenzen:

High School film

High School comedy

Lehrer im Film

Paukerfilm

Schule im Film

Teenie-Film


Artikel zuletzt geändert am 19.10.2012


Verfasser: LK


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