Lexikon der Filmbegriffe

Série Z

Die vor allem im Französischen verbreitete ironische Redeweise Série Z bezieht sich auf die Qualitätsabstufung, die sich in „A-Film“, „B-Film“ (usw.) artikuliert und bezeichnet im engeren Sinne mit wenig Geld produzierte Exploitationsfilme (denen oft eine gleichermaßen grundlegend schlechte moralische und ästhetische Qualität zugeschrieben wird). Heute meist auf Video verbreitet, zeichnen sich die productions Z durch eine offene Verwendung von Kitsch-Formeln aus, eine Tendenz zur Überzeichnung von Charakteren, dramatischen Konstellationen und Effekten, eine bis zur Selbstparodie reichende reflexive Einstellung zu Genremustern und Motiven. Gerade diese Lust an Übertreibung und Karikatur hat Filme der série Z zu Gegenständen ironischer cineastischer Zuwendung gemacht, zum Objekt von Fanzines oder zum Label von Filmreihen – wie schon die Bezeichnung selbst auf einen ästhetisch-stilistischen Zusammenhang der Filme hinzudeuten scheint. Ed Wood, der „schlechteste Regisseur der Welt“ (dem Tim Burton einen Film gewidmet hat), gilt als Meister der Série Z. Als zeitgenössische Vertreter gelten Fred Olen Ray (Scream Queen Hot Tub Party, 1991), Jim Wynorski (The Lost Empire, 1983; The Bare Wench Project, 2000) oder der Produzent Matt Devlen (Ozone! Attack of the Redneck Mutants, 1986). 
 

Referenzen:

Exploitation

Z-Film


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: HJW


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