Lexikon der Filmbegriffe

Licht / Filmlicht

Die Wirkungsweise des Lichts beruht auf vier Grundeigenschaften: Lichtqualität (Farbton, Farbsättigung), Lichtcharakter (Diffusionsgrad: von weichem bis hartem Licht mit entsprechend verlaufenden Schatten), Lichtquantität (Helligkeit; mit Auswirkungen auf die Raumrepräsentation, wonach z.B. dunklere Objekte stets weiter entfernt scheinen) und Lichtrichtung (unterschieden wird grundsätzlich zwischen Frontallicht, Seitenlicht, Gegenlicht, die in unterschiedlicher Weise geeignet sind, die Textur der abgebildeten Objekte zu offenbaren).
Die für die Filmfotografie verwendbaren Lichtquellen unterscheiden sich in natürliche (Sonne, Feuer, Blitz) und künstliche Lichtquellen. Letztere teilen sich in „Alltagslichtquellen“ wie Kamine, Fackeln und auch gewöhnliche Beleuchtungskörper wie Laternen und Haushaltlichtquellen usw., die der abgebildeten Realität zugehören, und künstliche, die Zwecke des Filmens geschaffene spezialisierte Filmlichtquellen („Scheinwerfer“).

Literatur: Baxter, Peter: On the history and ideology of film lighting. In: Screen 16,3, 1975, p. 83-106. – Millerson, Gerald: Lighting for Television and Motion Pictures. London: Focal Press 1972. – Samlowski, Wolfgang / Wulff, Hans J.: Vom Sichtbarmachen zur kunstvollen Gestaltung: Geschichte des Filmlichts. In: Licht und Leitung. Hrsg. v. Lorenz Engell, Bernhard Siegert u. Joseph Vogl. Weimar: Universitätsverlag Weimar 2002, S. 169-184 (Archiv für Mediengeschichte. 2002.).


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: HJW


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