Lexikon der Filmbegriffe

Bewegungsunschärfe

Bewegte Objekte erscheinen auf Film und Fotos verwischt – umso stärker, je länger die Belichtungszeit ist. Dieser Effekt stellt sich bei starrer Kamera ein. Dabei ist der Hintergrund scharf (weil: unbewegt), das bewegte Objekt dagegen unscharf. Umgekehrt ist der Wischeffekt – dann ist die Kamera bewegt, oft fixiert sie ein Objekt (ein Auto, eine Person, ein Tier); dabei ist das fokussierte Objekt scharf, der Hintergrund verwischt. Derartige Bilder lösen das zentrale Objekt aus der Realumgebung heraus, isolieren es grafisch vom Hintergrund. Das Bild scheint sich in Schichten aufzufalten – in die fotografisch-realistische Schicht des Objekts und in die aquarellartig-abstrahierte Darstellungsebene des Hintergrundes.

Referenzen:

Schlieren


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: JH


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