Lexikon der Filmbegriffe

Hauptverband deutscher Filmtheater (HDF)

Am 2.3.1950 wurde der Zentralverband Deutscher Filmtheater (ZDF) in Wiesbaden gegründet. Er hatte sich aus regionalen Verbänden entwickelt, die schon seit 1945 die Interessen der Kinos vertraten (insbesondere die Verbandsgemeinschaft der Westdeutschen Filmtheater, VWF). Wegen der Nutzung des Kürzels „ZDF“ durch das Zweite Deutsche Fernsehen, aber auch als integrative Bezeichnung des Bundesverbandes nach der zeitweiligen Abspaltung des Bundesverbandes deutscher Filmtheater, zu dem sich die Landesverbände Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen 1964-65 zusammengeschlossen hatten, änderte der Verband seinen Namen am 6.10.1965 in Hauptverband Deutscher Filmtheater. Er wurde zunächst als Dachverband von den einzelnen regionalen Wirtschaftsverbänden der Kinobesitzer gebildet. Inzwischen können einzelne Kinos einzeln Mitglieder werden. Satzungsgemäßer Zweck des HDF ist die Wahrung und Förderung der gemeinsamen Interessen der Filmtheater. Der Verband vertritt insbesondere die Belange der Filmtheater gegenüber anderen Sparten der Filmwirtschaft sowie anderer Wirtschaftszweige, Behörden und Parlamente auf nationaler und internationaler Ebene. Der Verband bemüht sich unter anderem um die Einhaltung der gesetzlichen Schutzfrist, nach der deutsche Filmproduktionen erst nach sechs Monaten als Videos auf den Markt kommen dürfen, sowie um die generelle Aufhebung der Vergnügungssteuer. Der HDF ist Mitglied des europäischen Theaterverbandes Union Internationale des Cinemas (UNIC); er interveniert dort bei der Angleichung der europäischen Rechtsverhältnisse mit dem Ziel einer europaweit einheitlichen Festlegung und Stabilisierung der Filmwirtschaft. Der Verband betreibt zudem eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, deren Augenmerk auf sensible Thematiken wie Jugendschutz oder Kulturpolitik gerichtet ist.

Literatur: http://www.deutsches-filminstitut.de/hdf/index.html

Referenzen:

Goldene Leinwand


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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